„Du bist meine Zuversicht, Herr, mein Gott,
meine Hoffnung von meiner Jugend an.
Verwirf mich nicht in meinem Alter,
verlass mich nicht, wenn ich schwach werde,
denn auf dich, Herr, traue ich." (aus Psalm 71)
Das Handeln der Seelsorge im Bethesda-Seniorenzentrum ist an der Person orientiert, biographie- und erfahrungsbezogen. Seelsorge geschieht in wertschätzender Begegnung und Beziehung, durch Kommunikation und Begleitung. Sie weiß um das Fragmentarische des menschlichen Lebens, seine Verletzlichkeiten und Grenzen.
Durch Erzählen und Aussprechen, durch Zuhören und Einfühlen, durch Unterstützen und Konfrontieren können Erfahrungen in größere Zusammenhänge gestellt, verstanden und angenommen werden. Durch zeichenhaftes und liturgisches Handeln kann Erlebtes ausgedrückt und gedeutet werden, seinen Ort und Sinn finden. Manchmal hilft es, einfach nur da zu sein und zu schweigen.
Seelsorge im Bethesda-Seniorenzentrum eröffnet so neue Erfahrungen und Verhaltensmöglichkeiten. Sie umfasst in ökumenischer Weite folgende Dimensionen:
- Regelmäßige Gottesdienste und Andachten
- Besondere Gottesdienstformen für an Demenz erkrankte Menschen
- Abendmahlsfeiern im Gottesdienst und am Krankenbett
- Einzelgespräche (seelsorgliche Gespräche und Besuche zu besonderen Anlässen, wie Neueinzug, zu Geburtstagen und Jubiläen, in Krisen...)
- Beratung im Blick auf Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen
- Trauer- und Sterbebegleitung
- Aussegnungen, Beerdigungen, Gedenkgottesdienste
- Gruppenangebote (Gesprächskreise, Bibelstunden, Andachten)
- Gestaltung von Kirchenjahresfesten, Präsenz bei Feiern und Veranstaltungen
- Schriften (Geburtstagsgrüße, Beiträge in der Heimzeitung/Mitarbeiterzeitung, Verteilschriften)
- Seelsorgliche Begleitung in medizinisch-ethischen Fragen
- Begleitung in Krisensituationen und bei Konflikten
- Begleitung und Unterstützung in der Sterbebegleitung
- Trauerbegleitung
- Abendmahl mit Angehörigen am Krankenbett
- Würdigung und Unterstützung des Engagements der Angehörigen
- Seelsorgliche Gesprächsangebote an Einzelne und Gruppen
- Trauerbegleitung
- Fortbildungsangebote zu seelsorglichen und ethischen Fragestellungen
- Gewinnung und Ausbildung von ehrenamtlich Mitarbeitenden
- Fortbildungsmöglichkeiten: Umgang mit Patientenverfügungen, Sterbebegleitung
- Förderung von Ehrenamtlichen für seelsorgliche Aufgaben (Andachten / Besuche)
- Mitgestaltung von verbindlichen Strukturen für Ehrenamtlichkeit in Einrichtungen
- Wertschätzung (regelmäßiges Ehrenamtlichen-Treffen)

Pfarrerin Regine Ellmer
